Es wird nie langweilig!

Mittwoch, 30.09.2015

Wahnsinn, jetzt bin ich schon seit einem Monat in Shanghai und es gibt immer noch jeden Tag neues zu entdecken, diese Stadt wird wirklich nie langweilig!

Auf dem Weg zur Uni laufe ich jeden Morgen an einem langen Betonklotz vorbei, der nicht besonders einladend aussieht. Letztens bin ich auf die kluge Idee gekommen, einmal dort hinein zu gucken und was verbirgt sich dort? Ein kleiner Markt an dem jeden Tag frisches Obst und Gemüse verkauft wird, sowie Baozi (gedämpfte Brötchen), Fleisch, Fisch, Tee, Nüsse und noch vieles mehr... Ein Blick hinter die Fassaden und abseits der großen Straßen lohnt sich hier immer!

Apropos Uni: Jetzt haben wir schon seit zwei Wochen Unterricht und die wichtigsten organisatorischen Dinge sind mittlerweile geklärt.

Mittwochs besuche ich einen Kurs im Vertragsrecht und den Rest der Zeit verbringe ich damit, zu Hause und in der Uni chinesisch zu lernen, was zugegebenermaßen kein leichtes Unterfangen ist, aber ich mache schon merkliche Fortschritte, was man vor allem im Alltag beim Einkaufen oder Taxi fahren immer wieder merkt und was einen schon ein kleines Bisschen stolz macht.

Letzte Woche sind wir nach Songjiang, einem anderen Stadtteil von Shanghai gefahren, um den anderen Campus unserer Universität zu besuchen an dem hauptsächlich Kurse im Studiengang Business gegeben werden. Dort haben wir auch an der offiziellen Eröffnungsfeier für dieses Semester teilgenommen.

Hier ein paar Eindrücke von diesem Campus:

 

 

 

Die Eröffnungsfeier war zugegebenermaßen eher langweilig aber man gebe etwa 30 Austauschstudenten ein paar Fähnchen in die Hand und lasse sie damit rumwedeln, schon bekommt man die Aufmerksamkeit von ein paar hundert Studenten die man dann dabei fotografieren kann, wie sie uns fotografieren

 

 

Ein weiteres Highlight der letzten Tage war ein Besuch im Fußballstadion zu einem Erstligaspiel. Ohne uns vorher um Tickets gekümmert zu haben, sind wir mit der Metro zur richtigen Station gefahren und schon kamen uns die ersten Verkäufer entgegen gerannt, die mit Tickets gewedelt haben. Nachdem wir jedoch keine Kasse am Stadion finden konnten, haben wir zwei junge Chinesen gefragt, ob es den hier keine Kasse gäbe, die Antwort:

" No, of course not. You´re in China!"

Sofern man sich die Tickets nicht vorher im Internet kauft, ist man darauf angewiesen, bei den Straßenhändlern einen guten Preis auszuhandeln. Auf unsere Nachfrage was den Tickets so kosten sollten, haben sich die beiden als sehr hilfsbereit erwiesen und uns ihre Hilfe angeboten, bei einem der Händler Tickets für uns zu holen. Wir sollten ein paar Meter entfernt bleiben, da wir als Ausländer sicherlich einen saftigen Aufschlag hätten bezahlen müssen.

2 Minuten später kamen die beiden Chinesen dann mit Tickets wieder zu uns zurück, im Endeffekt haben wir so ca. 7 Euro bezahlt, da kann man nichts sagen. Dass die beiden Karten für komplett verschiedene Sitzblöcke waren, scheint in China eher egal zu sein, man setzt sich einfach da hin, wo man hin möchte, in unserem Fall: Mitten in den Fanblock der Shanghaier Mannschaft!

Fürs Feeling :D

                   

Letzten Sonntag, am 27. 09. 2015 gab es dann für uns das nächste große Ereignis, das Mid-Autumn Festival in China, zu dem Chinesen in Scharen in die Supermärkte stürmen um kleine, sog. Mooncakes zu kaufen und sie an die Familie und gute Freunde verschenken, bzw. sie zu teilen und zusammen zu essen.

Das haben wir Austauschstudenten zum Anlass genommen und uns im Zhongshan Park getroffen um zusammen den Vollmond zu genießen und zusammen Mooncakes zu essen, Tee zu trinken und einfach etwas Zeit miteinander zu verbringen.

Registrierung bei der Polizei in Shanghai und - wie man es nicht machen sollte-

Freitag, 04.09.2015

Zuerst einmal noch ein paar Worte zu der chinesichen Hochzeit: Die Feier war wunderschön wenn auch vollkommen anders als deutsche Hochzeiten.

Morgens trafen wir uns mit einigen Hochzeitsgästen um in einer Kolonne gemieteter weißer BMWs, allen voran der Bräutigam, zum Haus der Braut zu fahren und diese abzuholen. Dabei ist es Brauch, dass Familie und Freunde der Braut dies erst mit aller Gewalt verhindern wollen und alle Türen verschließen. Den Zugang zum Haus und dem Zimmer der Braut müssen sich dann Bräutigam und Freunde zur das Übergeben zahlreicher mit Geld gefüllter kleiner roter Umschläge erkaufen.

Wenn dieser Schritt schließlich getan ist, müssen noch die Schuhe der Braut, die irgendwo im Raum versteckt sind, gefunden werden. Dann geht es auf in die neue Wohnung des Ehepaars, auf dem Weg dahin, bis zur Türschwelle darf die Braut jedoch nicht den Boden berühren und muss daher getragen werden.

Am Abend fand dann die eigentliche große Hochzeitsfeier statt, die sehr üppig aber unglaublich emotional war. Man merkte wie wichtig den Chinesen ihre Familie ist und wie die Braut mit viel Symbolcharakter und Dank an die Eltern in die Hände des Bräutigams übergeben wird.

Einfach ein toller Abend!

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2 Tage darauf, am Dienstag ging es dann für mich also nach Shanghai. Endlich.

Meine Freundin aus Nanjing kam für 2 Tage mit, um mich bei der Wohnungssuche zu unterstützen. Nach der Ankunft am Bahnhof checkten wir schnell in unser Hotel ein und begaben uns dann auf die Suche nach dem ersten Maklerbüro.

Dort sagte man uns es gäbe ein Zimmer in einer WG mit einem chinesichen Päärchen und einem Japaner. Das Zimmer könnte ich mir aber erst am frühen Abend ansehen, da der Vermieter noch arbeiten sei. Soweit so gut dachte ich mir, wollte mir aber noch andere Wohnungen angucken um zumindest vergleichen zu können. Da im Laufe des Tages aber nichts, nicht mal etwas halbwegs akzeptables dabei war, schaute ich mir schließlich das Zimmer an und war begeistert, auch wenn ich zuerst nicht unbedingt in eine WG wollte. Das Zimmer hatte aber alles was man brauchte und so entschloss ich mich, das Zimmer zu nehmen.

Kurz darauf fanden wir uns im Maklerbüro wieder um den Vertrag zu unterzeichnen. Dabei wurde auch eine Maklergebühr in Höhe von umgerechnet ca. 130 Euro fällig. Da man überall etwas liest, man müsse sich als Ausländer beim Mieten einer Wohnung bei der örtlichen Polizei registrieren fragte ich beim Vermieter nach und bekam gesagt, ich solle auf gar keinen Fall zur Polizei gehen, da das Mietverhältnis so wie es sei, illegal sei und falls ich gefragt werden würde, wo ich wohne solle ich sagen bei einer Freundin.. naja was soll ich sagen, ich wollte das Zimmer unbedingt und habe mir dann keinen Kopf mehr gemacht und unterschrieben. Die erste Miete sollte ich dann im Verlauf der ersten Tage zahlen. Die erste Nacht verbrachten wir dann erst noch im Hotel, da wir am nächsten Tag zu Ikea mussten, um Bettwäsche und das Nötigste zu kaufen. Die erste Nacht im neuen Bett habe ich dann super geschlafen, allerdings habe ich mir dann zunehmend Gedanken und Sorgen gemacht und versucht genauere Informationen zu dieser Meldepflicht zu finden aber überall im Internet nur gefährliches Halbwissen... Auch einige chinesische Freunde konnten mir zu dem Thema nicht wirklich etwas sagen; daher entschloss ich mich, an diesem Tag nach einer anderen Wohnung zu suchen, ich konnte ja auch nicht wirklich Kontakt mit dem Vermieter oder dem Maklerbüro aufnehmen, da alle nur chinesisch sprachen und ich - leider nicht.-

Im Verlauf der nächsten Stunden kamen dann schon die ersten Antworten und so konnte ich mir an diesem Tag noch 2 Wohnungen angucken. Ich habe auch beiden Vermietern, bzw. Angestellten der Agenturen meine jetzige Lage geschildert und beide waren fassungslos..

Die zweite Wohnung war für mich dann eher die passende und ich sagte dem Angestellten ich würde mich im Verlauf der nächsten Stunden bei ihm melden.

Doch eine neue Wohnung löste das Problem mit der alten nicht und so entschloss ich mich, ihn um Hilfe zu bitten, da er der einzige in meiner Nähe war, der Englisch und Chinesisch sprach. Er hat dann auch freundlicherweise seine Hilfe angeboten und ist mit mir zur Makleragentur gegangen und hat freundlich zu verstehen gegeben, dass das Mietverhältnis, das sie mir vermittelt haben, illegal ist und doch bitte rückgängig gemacht werden soll. Damit waren die Damen allerdings nicht ganz einverstanden aber nach einigem Hin und Her und einem Anruf bei der Polizei gaben sie dann doch nach und wir vereinbarten einen Termin in der nächsten Tagen, an dem mir und dem Vermieter unser Geld wiedergegeben wird.

Daraufhin musste ich natürlich mein ganzes Zeug, inklusive Ikea- Neuanschaffungen irgendwie in die neue Wohnung bekommen. Dafür wurde dann ein freundlicher Helfer angerufen, der mit immerhin 70 Jahren, binnen kürzester Zeit alle meine Sachen auf seinen Wagen lud und sogar in der neuen Wohnung bis in mein Zimmer brachte und das für nur 50 Yuan.

 

 

 

- Mein neues Zimmer - im 28. Stock

 

Neu einrichten konnte ich mich dann aber immer noch nicht, sondern sollte erst in die neue Agentur mitfahren, um den neuen Mietvertrag zu unterschreiben.

Hier fand ich dann auch schon ein ganz anderes Bild vor: Ein superfreundlich eingerichtetes Büro, alle sprechen zumindest halbwegs gut englisch und ein zweisprachiger Mietvertrag.

Hier habe ich dann auch gleich mal nachgefragt, wo denn der Unterschied ist, zwischen dem Mietverhältnis das ich vorher hatte - illegal- und dem, dass ich jetzt abschließen würde - nicht illegal- läge. Der Unterschied ist ganz einfach: Diese Agentur hat ein spezielles Zertifikat, dass sie Mietverträge mit Ausländern abschließen darf, die andere nicht.Tja und so einfach wird man kriminell

Mir wurden dann auch gleich alle notwendigen Dokumente für die Registrierung bei der Polizei mitgegeben, die Polizeistation hatte aber schon zu, also ging es dann erst mal ins Bett.

Heute Morgen dann hat mich der Mitarbeiter der Agentur dann wieder abgeholt und ist mit mir zur nächstgelegenen Polizeistation gefahren und hat mich allein reingeschickt, mit der Begründung: "Wenn man da rein geht und kein chinesisch spricht, 5 Minuten, wenn man jemanden dabei hat, der chinesisch spricht, mindestens eine halbe Stunde".

Okay, also rein, der netten Polizeibeamtin alle notwendigen Papiere hingelegt, Reisepass gegeben und nach 5 Minuten Anschweigen und einer Unterschrift, offiziell registriert und zurück in der Legalität ohne jegliche Probleme... naja fast ohne ;)

Wuhan und Nanjing

Samstag, 29.08.2015

Nach 2 Tagen in Wuhan und dem schlechtesten Hotel in dem ich je war (4 Sterne !!)

ging es dann mit dem Zug auch schon weiter nach Nanjing. Hier besuche ich meine Austauschschülerin aus 2009, wo wir mit einer Chinesisch AG schon eine Reise nach China unternahmen.

Nanjing ist eine wunderschöne und trotz etwa 8 Millionen Einwohnern sehr sehr grüne Stadt etwa 300 km westlich von Shanghai.

 

Auch ein paar deutsche (zumindest vom Namen her) Restaurants und Bars findet man hier

 

 

Am Sonntag werde ich Du Yuan, meine Austauschschülerin auf die Hochzeit ihres Bruders begleiten. Eine Chance, die sich einem als normalem China-reisenden wohl nicht bietet.

- Ich bin gespannt -

Allein in China

Sonntag, 23.08.2015

Jetzt sind unsere 14 Tage Summer School auch schon rum und ich muss sagen, es hat alles bis auf ein paar Kleinigekiten super geklappt.

Auf dem Campus der Sun-Yat-Sen Universität haben wir uns alle sehr wohl gefühlt und neue Freunde fürs Leben gefunden.

 (Abschlussfoto unseres Kurses)

Als Abschluss und (mehr oder weniger) Highlight der Summer School sind wir gestern nach Guangzhou gefahren. Zunächst schon mit einiger Verspätung, sodass wir für eines der Hauptattraktionen Guangzhous, das Guangdong Museum noch sage und schreibe 20 Minuten übrig hatten. Danach mussten wir auch schon wieder weiter und haben uns den Hauptcampus der Sun-Yat-Sen Universität in Guangzhou angeguckt; wunderschön im Vergleich zu deutschen Unis die ich kenne! - Auf jeden Fall einen Besuch wert, auch als nicht-Student! -

Nach einer Erkundungstour auf dem Campus und anschließendem Mittagessen sind wir weiter zum Yuexiu Park, an dem wir dann leider auch nicht mehr so viel Zeit hatten um den gesamten Park zu erkunden...

Dann schlug auch schon die Stunde des Abschieds; die meisten der anderen fuhren wieder zurück nach Zhuhai, während ich mich nach tränenreichem Abschied auf die Suche nach meinem Hotel in Guangzhou machte. Nebenbei keine ganz einfache Geschichte, ohne ausreichende Chinesisch-Kenntnisse. Aber mit Hilfe einer freundlichen, halbwegs gut englisch sprechenden Chinesin klappte dann doch alles ganz gut.

Heute erkundete ich dann Guangzhou noch mal auf eigene Faust und nach einigen ergatterten Schnäppchen freue ich mich jetzt auf morgen, wo es mit dem Schnellzug nach Wuhan, eine weitere Milliionenmetropole, mitten in China, geht.

Die ersten Tage - around the world

Samstag, 08.08.2015

am 05.08.2015 war es dann endlich soweit. Sabrina und ich sind von Düsseldorf losgeflogen. Zuerst ging es nach Dubai, wo wir mit kleiner Verspätung so gegen 6 Uhr morgens ankamen.

Als erstes besorgten wir uns dort ein Tagesticket für die Metro, welches knapp 5 Euro kostete. Damit sparten wir uns das umherirren mit Bus und Taxi, zumal die Metro in Dubai alle (zumindest für einen Tag) sehenswerten Orte erreicht. Wir waren zudem noch so naiv zu glauben, dass man in Dubai doch tatsächlich einmal ein mit Air Condition versehenes Gebäude verlassen müsste um von A nach B zu kommen. Falsch gedacht- in Dubai führt zu jedem Ort ein Tunnel oder eine Röhre, die perfekt belüftet und runtergekühlt ist, damit man sich ja nie der Sonne Dubais aussetzen muss.

Zuerst wollten wir uns das Palm Jumeirah in Dubai angucken. Mit der Magnetschwebebahn, die dem "Stamm" entlangfährt, genossen wir einen wundervollen Blick über das imposante Bauwerk samt Atlantis Hotel am oberen Ende der Palmeninsel


Danach begaben wir uns zur Mall of the Emirates, wo man neben zahlreicher Shops auch eine Skihalle vordfindet. Eine Skihalle! Verrückt..

Danach begaben wir uns zum wohl imposantesten Bauwerk Dubais, dem Burj Khalifa, dem mit Sage und Schreibe 828 Metern höchsten Gebäude der Welt. Da wir nicht mehr allzu viel Zeit hatten, musste und aber der Blick aus der überirdischen Röhre auf den Burj Khalifa genügen um ein paar Fotos zu machen.

Als letztes besuchten wir die Gold Souks, wo wir doch tatsächlich zum ersten Mal einen klimatisierten Raum verlassen mussten; und das sogar länger als uns lieb war, da wir zuerst noch einige Zeit umherirrten. Schließlich erreichten wir die Märkte mit einiger Hilfe der Einheimischen aber doch und konnten noch einige Zeit die prunkvolle Zurschaustellung des vielen Golds und Schmucks genießen.

Dann war es aber auch schon höchste Zeit, zum Flughafen zurückzukehren, unser am Morgen abgegebenes Handgepäck wieder abzuholen, einzuchecken und uns auf dem Weg nach Hong Kong zu machen.

 

Dort kamen wir dann wiederum am nächsten Morgen an. Beim Verlassen des Flughafens mussten wir feststellen, dass es auch hier unheimlich heiß ist, jedoch völlig anders als in Dubai oder als wir es von zu Hause gewöhnt sind. Man kann es sich am besten so vorstellen, als würde man den ganzen Tag in einer vollkommen überhitzten, nicht belüfteten, verschwitzten Bahn sitzen und nach frischluft ringend, versuchen herauszukommen. Nur in Hong Kong gibt es kein heraus; es ist überall so

Mit dem Bus gelangten wir dann in die Innenstadt zu unserem Hostel, dem Yes Inn, welches ich nur empfehlen kann, da man dort eine Menge junger Leute trifft, es sehr zentral ist und es auch durch die Atmosphäre im Haus einfach spaß macht, sich dort aufzuhalten.

Zuerst brauchten wir aber dringend etwas Schlaf, weshalb wir uns direkt nach dem einchecken um 2 Uhr erst mal etwas hinlegten um Schlaf nachzuholen. Am Nachmittag dann trafen wir uns mit einigen Leuten aus dem Hostel, die wir bis dahin kennen gelernt hatten um zum Peak hochzufahren und die wundervolle Aussicht über Hong Kong in der Dämmerung zu genießen. Zuerst wolten wir die Tram nach oben nehmen, doch angesichts der Menschenmassen die dafür anstanden, entschieden wir uns dann doch für das Taxi, was im Nachhinein die beste Wahl war, da uns der Taxifahrer mitteilte, mit Anstehen für die Tram hätten wir etwa 4 Stunden gebraucht!

Oben waren dann die Strapazen des Tages wie weggeblasen! Die Aussicht über Hong Kong in der Dämmerung ist einfach fantastisch und für jeden Besucher nur weiter zu empfehlen.           

Bald geht es los

Montag, 20.07.2015

So. Bald geht es also los.

Ich werde allein nach China reisen und dort ein Semester studieren. Da muss ich selber manchmal schlucken, wenn ich mir das so durch den Kopf gehen lasse

"China?! Was willst du denn da?" Ist im Allgemeinen die Antwort, die ich meistens bekomme, wenn ich von dem geplanten Auslandssemester erzähle. Aber jeder mit dem ich rede, versteht schnell warum ich nach China möchte: es ist einfach toll!

 

Zum Anfang aber erstmal etwas zu mir:    

Ich heiße Cosima, bin 22 Jahre alt und studiere Jura an der Universität zu Köln. Nebenbei ist meine größte Leidenschaft der Fußball. Seit ich 5 bin spiele ich im Verein.

Während meiner Schulzeit habe ich schon eine 3-Jährige Chinesisch-AG besucht, mit der wir 2009 auch eine 18-Tägige Reise nach China unternommen haben. Dort bereisten wir Shanghai, Beijing und Nanjing. In Nanjing hatten wir eine Partnerschule, dessen Schüler uns ein Jahr später sogar in Deutschland besuchten. Die Freundschaft zu meiner Partnerschülerin hält bis heute an und - was ein Segen- sie wird ab nächstem Semester auch in Shanghai studieren, wenn auch nicht an der selben Uni.

... Puh.. immerhin ein bekanntes Gesicht dort zwischen 1,3 Milliarden schwarzhaarigen, schmaläugigen, kleinen, gleich aussehenden Menschen. Zugegebenermaßen, für uns Europäer sehen sie wirklich alle gleich aus.

Wir für sie wahrscheinlich auch.

Im Februar diesen Jahres habe ich mich dann schließlich, nach 6 Jahren Sehnsucht nach China, für das Austauschprogramm unserer Uni mit der East China University of Political Science and Law (ECUPL) in Shanghai beworben und wurde genommen.

Aber das ist noch nicht alles. Davor werde ich noch an einer Summer School in Zhuhai der Sun-Yat-Sen University, Guangzhou teilnehmen, in der es um die chinesische Kultur und Sprache gehen wird.

Losgehen wird es dann schon in 2,5 Wochen, um genau zu sein am 5. August 2015 21.25 Uhr in Düsseldorf. Ein Visum habe ich noch nicht, ich weiß nicht, was ich in Shanghai so für Fächer haben werde, geschweigedenn wo ich wohnen werde und schon gar nicht, wie ich von Zhuhai überhaupt nach Shanghai kommen werde.

Es wird auf jeden Fall noch spannend :D

Der nächste Eintrag kommt, wenn ich mehr weiß!